Ein Besuch in

PILLNITZ bei Dresden


Bergpalais

Im Jahre 1335 wurde das Dorf Pillnitz zum ersten Mal geschichtlich erwähnt. 1403 wurde erstmalig vom Schloss geschrieben,
das im Laufe der Zeit verschiedenen Besitzern gehörte.
In den Jahren von 1609 bis 1616 wurden Gartenanlagen angelegt und das Schloss zu einem vierflügeligen Bau erweitert.

   

Das Schloss wurde also nicht erst von August dem Starken erbaut, sondern es gehörte vorher seinem Bruder,
Johann Georg IV. (Kurfürst von Sachsen). 
Dieser hatte das Schloss erworben, um es seiner Mätresse Magdalene Sibylle von Neitschütz zu schenken. 
Nach dem Tode der beiden ging das Schloss in den Besitz von August dem Starken über.

Wieder wurde das Schloss als Geschenk einer Dame des Hofes vermacht und zwar 
der Gräfin Cosel, Mätresse von August dem Starken.
Die Verbindung zwischen August dem Starken und Gräfin Cosel endete 1716 mit der 
Verbannung der Gräfin auf die Burg Stolpen.
Die Herrschaft über das Schloss Pillnitz wurde danach wieder von August dem Starken übernommen.

       
Wasserpalais

In den folgenden Jahren (1720 - 1730) wurden das Wasserpalais und das Bergpalais nach den Entwürfen des
Baumeisters Pöppelmann gebaut. Zahlreiche weitere Bauten entstanden in dieser Zeit.
Gleichzeitig wurden der große Schlossgarten und der Lustgarten angelegt.
August der Starke starb 1733. Sein Sohn folgte ihm als August III. auf den Thron.
Gräfin Cosel hoffte vergeblich, nach dem Tode August des Starken, begnadigt zu werden.
Ihre Verbannung wurde für sie zu lebenslänglicher Haft.
Gräfin Cosel starb im Jahr 1765 nach fast 50 Jahren Gefangenschaft auf der Burg Stolpen.

Schloss Pillnitz wurde ca. 1765 die Sommerresidenz des Sächsischen Hofes. 
1770 wurde der Park durch einen Englischen Landschaftsgarten erweitert.


Krokuswiese  

       Wiese mit Buschwindröschen

An dieser Stelle sollen auch noch ein paar Bilder der Frühjahrbepflanzung zu sehen sein.

   


Rotbuche (gepflanzt 1870)

Die berühmte Kamelie, von der auf dieser Seite auch Bilder zu sehen sind, kam ca. 1780 nach Pillnitz.


 

Die Geschichte der Pillnitzer Kamelie

Die Kamelie gehört zur Familie der Teegewächse und ist in Südost- und Ostasien beheimatet.
Bereits im 17. Jahrhundert brachten Kaufleute der Ostindischen Kompagnie 
erste Pflanzen mit nach England.
Die Herkunft und das Alter der Pillnitzer Kamelie ist nicht zweifelsfrei bekannt, 
man vermutet aber, dass sie ca. 1780 nach Pillnitz gekommen ist.

Der schwedische Botaniker Karl Peter Thunberg (1743-1828) war ein Schüler von Linné 
und brachte von einer Japanreise vier Kamelienpflanzen mit nach Europa, nach London.
Diese vier Pflanzen der Camelia japonica wurden wie folgt aufgeteilt:
1 Pflanze blieb in England, die anderen drei gingen in die Gärten 
von Herrenhausen bei Hannover, Schönbrunn bei Wien und Pillnitz bei Dresden.

Die Pflanze von Pillnitz, die jedes Jahr viele Naturfreunde anzieht, 
ist also wahrscheinlich die einzige Pflanze, die überlebt hat. 
Die Kamelie ist vermutlich zwischen 1780 und 1790 an den Dresdner Hof gekommen 
und wurde an den Ort gepflanzt, an dem sie heute noch steht.



Die Kamelie wurde von Anfang an im Winter geschützt. Zunächst noch mit Bastmatten und Stroh, später, 
als sie größer wurde, baute man kleine Holzhäuser um sie herum, die beheizt werden konnten. 
Im Jahre 1905 kam es zu einem Brand des Holzhauses
(vermutlich eine Überhitzung des Ofens). 
Zu diesem Zeitpunkt herrschte eine Außentemperatur von -20°. 
Dadurch gefror das Löschwasser sofort und bildete einen Panzer aus Eis um die Pflanze, 
die dadurch vor dem Frost geschützt wurde.

1992 erhielt die Kamelie ihr neues, erstmals fahrbares Schutzhaus, in dem Temperatur, Belüftung, 
Luftfeuchtigkeit und Beschattung per Computer geregelt werden. 
Das Haus ist 13,2 m hoch, wiegt 54 Tonnen und umfasst einen Luftraum vom 1864 m³.
Von Mitte Oktober bis Mitte Mai verbringt die Kamelie die kalten Monate in diesem Glashaus. 
In der warmen Jahreszeit wird das Haus neben die Kamelie gerollt und die Pflanze steht frei im Park.




Information an der Eingangstür zum Kamelienhaus

Die Kamelie ist z.Z. ca. 9 m hoch, hat einen Durchmesser von fast 11 m 
und einen Umfang von über 33 m.
Die Pflanze blüht in der Zeit von Februar bis Mitte April. 
Sie trägt dann ca. 35.000 Blüten, die allerdings nicht duften.

Auf den folgenden zwei Bilder kann man sehr gut erkennen, wie groß die Kamelie ist.

       
Man kann in zwei Ebenen um die Kamelie herum gehen, damit man sie auch recht gut sehen kann.
Auf dem linken Bild steht mein Sohn (1,94 m) auf dem untern Umgang, rechts ist er eine Etage höher.
Trotzdem überragt ihn die Kamelie noch um ein gutes Stück.


Kleinere Kamelien findet man auch als Kübelpflanzen im Pillnitzer Park.

       



Weitere Informationen und Geschichtliches von der Camelie und dem Pillnitzer Schlosspark
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Abschließend kann nur noch gesagt werden, dass sich ein Besuch in Pillnitz immer lohnt!


Weitere Informationen über Pillnitz

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Weitere Bilder von PILLNITZ, aufgenommen im Juni 2004 

©  CK (Text und Fotos)

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